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Ich habe eine Umfrage durchgeführt mit n=10. Dabei wurden die Meinungen über 2 Produkte (Gummibärchen und Schokolade) abgefragt. Mit den gesammelten Daten habe ich die Mittelwerte und Standardabweichungen berechnet.

Mittelwerte sind z.B. 1,7 mit einer Standardabweichung von 0,82

Nun wollte ich die Hypothesen aufstellen, dass mehr Menschen Schokolade mögen, als Gummibärchen. Also ist meine Nullhypothese: Schokolade ist besser und die Alternativhypothese wäre, dass Gummibärchen besser sind. Wie lege ich nun die kritischen Werte dafür fest, dass z.B. alles unter XY als schlechter Interpretiert werden kann? Wie gehe ich nun weiter vor? Und anhand welcher Werte schließe ich die Hypothesen aus bzw. nehme sie an?

Kann  ich einfach festlegen, dass alles unter 0,5 schlecht wäre und meine Standardabweichung ja 0,82 beträgt, deswegen Schokolade besser ist?

ich habe mir schon viele Videos und Beiträge angeschaut, allerdings ist mir unklar, wie man an die Werte für das weitere Vorgehen kommt. Auch habe ich kein Signifikanzniveau gegeben.

Vielen Dank für eure Hilfe!

von

1 Antwort

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Dabei wurden die Meinungen über 2 Produkte (Gummibärchen und Schokolade) abgefragt.

Das ist zu ungenau, um irgendwelche Rechnungen anzustellen. Welche Fragen hast du genau gestellt und welche Antwortmöglichkeiten hast du vorgegeben?

die Hypothesen aufstellen, dass mehr Menschen Schokolade mögen, als Gummibärchen.

Dann sind deine relevanten Daten

  • Anzahl der Menschen, die Schokolade mögen
  • Anzahl der Menschen, die Gummibärchen mögen

Das ist keine geeignete Datenbasis um Mittelwert und Standardabweichung zu berechnen.

von 76 k 🚀

Ich habe z.B. definierte Mengen an Schokolade und Gummibären meinen Testpersonen gegeben. Dann wurde mittels Umfragebogen u.a. der Geschmack abgefragt. Dabei wurde mit Noten von 1 bis 3 gearbeitet. Wobei 1 = sehr guter Geschmack, 2= geht so bzw. neutral, 3= schlechter Geschmack. Meine Testpersonen hatten dann unterschiedliche Noten verteilt, womit ich die Mittel- und Standardwerte berechnen konnte.

Beachte, dass es einen Unterschied zwischen den beiden Hypothesen

  1. Mehr Menschen mögen Schokolade, als Gummibärchen.
  2. Menschen mögen Schokolade mehr, als Gummibärchen.

gibt.

Für erstere müsstest du aus deiner Ordinalskala (1, 2, 3) auf eine Nominalskala (mögen / nicht mögen) abbilden.

Für zweitere würde ich die beiden Noten einer Person subtrahieren, und hätte dadurch eine Skala von -2 (Person mag Schokolade mehr) bis 2 (Person mag Gummibärchen mehr).

und wie muss ich dann weiter vorgehen? Wenn ich mit der 2. Hypothese arbeiten würde, dass Menschen Schokolade mehr mögen und ich die Skalen festlege und die Werte zuordne?

Der Mittelwert besagt, ob Menschen Schokolade (∅ < 0) oder Gummibärchen (∅ > 0) mehr mögen. Die Standardabweichung besagt, ob diese Meinung einvernehmlich ist (kleines σ) oder eher nicht (großes σ).

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