Warum nutzt man am Häufigsten die Variablen x und y in Mathe?

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Warum nutzt man am Häufigsten die Variablen x und y in Mathe?

und nicht a und b?

hat das historische oder mathematische Gründe?
Gefragt 6 Sep 2012 von Gast hj2355

1 Antwort

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Wikipedia sagt dazu:

"In Gleichungen mit einer Unbekannten wird diese häufig mit dem Buchstaben x bezeichnet. Dies lässt sich aus dem arabischen ‏شيء‎ / šaiʾ /‚Sache‘ ableiten, das al-Chwarizmi und Omar Khayyām für eine unbekannte Größe verwendet haben und in altspanischer Umschrift mit x wiedergegeben wurde."

Quelle: Rida A. M. T. Farouki: Pythagorean-hodograph curves: algebra and geometry inseparable. Springer, 2008. ISBN 3540733973; S. 25

 

Offenbar kommt das also (wie auch unser Zahlensystem) ursprünglich aus Arabien.

Als wir in Europa dann das x übernommen hatten, sind wahrscheinlich (der Einfachheit halber) y und z dazugekommen. An sich ist es aber natürlich gleichgültig und man sollte Variablen immer so verwenden, dass möglichst einfach ersichtlich ist, worum es sich dabei handelt.

Beantwortet 6 Sep 2012 von Julian Mi Experte X

Hi :) Nur eine "kleine" Bemerkung am Rande von einem alten Perser.. ;-)

Chwarazmi und Khayyam waren beide persisch-sprachige Iraner und keine Araber. Da arabisch damals die Lingua franca im nahen und mittleren Osten war, haben alle Wissenschaftler islamischen Glaubens damals ihre Werke in Arabisch verfasst. 

Sie beide stammten aus der Region im Nord-Osten des damaligen Irans. Übrigens ist das Wort Algorithmus auch eine Abwandlung von (Al)  Chwarazmi, wobei der Name Chwarazmi nichts anderes bedeutet als, aus Chwarazm (zu dt. Choresmien) stammend. 

Omar Khayyam war zudem ein erstklassiger Dichter und Astronom und seine Vierzeiler sind besonders in der westlichen Hemisphäre bei den Kennern sehr beliebt. hier ein Paar davon..

 O komm, Geliebte, komm, es sinkt die Nacht, 

Verscheuche mir durch deiner Schönheit Pracht 

Des Zweifels Dunkel! Nimm den Krug und trink, 
Eh´ man aus unserm Staube Krüge macht. 

und

Was predigst du vom Fasten und vom Beten? 
Statt zur Moschee laß uns ins Weinhaus treten, 
Füll Krug und Becher, eh´ sie deinen Staub, 
Khajjam, zu Krügen und zu Bechern kneten.

und da alle guten Dinge ja bekanntlich drei sind :

Was hab´ ich denn von all des Lebens Plagen? -Nichts! 
Von aller meiner Müh´ davongetragen? -Nichts! 
Was nützt mir´s, daß ein Licht ich war, wenn ich verbrannt? 
Was nützt das Glas Djamschids, wenns doch zerschlagen? - Nichts!

Gruß, Mojoe :)

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