Du hast es offensichtlich nicht verstanden.
Bei 1/4 * 15 kam das Buch in der Beispielrechnung auf 3.75 und würde dann nicht den Wert an der 4. Rangplatz nehmen sondern die Werte am 3. und 4. Rangplatz mitteln.
Daher lautet eine Regel
Wir nehmen p*n und ist dies kein ganzzahliger Wert, dann runden wir p*n auf den nächsten ganzzahligen Wert auf und nehmen den Wert an diesem Rangplatz. Ist p*n ein ganzzahliger Wert dann mitteln wir die Werte an diesem und dem darauffolgenden Rangplatz.
Diese Regel ist aber für Realschüler sehr verwirrend, weshalb man eben die Regel etwas abändert
Ist p*(n + 1) ganzzahlig, dann nehmen wir den Wert an diesem Rangplatz und ist p*(n + 1) nicht ganzzahlig, dann mitteln wir die Werte zwischen den Rangplatzen zwischen denen p*(n + 1) steht.
Leider hat man in der Beispielrechnung nur p*n genommen und kam auf 3.75 und würde dann Mitteln. Das wäre aber auch verkehrt.
Denn bei p*n = 3.75 würde man eben den Wert am 4. Rangplatz nehmen weil dann aufgerundet werden müsste.
Es gibt also eine Regel mit p*n und eine Regel mit p*(n + 1). Wir sollten diese beiden Regeln nicht miteinander mischen, wie dies im Arbeitsheft passiert ist.
Deine "schöne Regel" ist jedenfalls nicht allgemeingültig und hängt von der verwendeten Definition des Lehrmaterials bzw. des Lehrers ab.
Es ist nicht meine schöne Regel, sondern eben die Regel aus dem Arbeitsheft, die am Rand steht. Man muss nur in der Lage sein, sie anzuwenden, was den Autoren hier nicht gelungen ist. Aber vermutlich steht auch genau deswegen in der Formel zum Zentralwert und zum oberen Quartil bereits eine Klammer drin.