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Aufgabe:

Wahrscheinlichkeit berechnen


Problem/Ansatz:

Folgendes ist wirklich passiert: Ende April 2022 bin ich mit einer Französin Julia zusammen aufn Jakobsweg gewandert. 6 Wochen später gehts nach Hause. Ein Stpp in Bordeaux wird eingelegt für 1,5 Tage. Beim Gang durch die Fußgängerzone treffe ich Julia wieder. Es gab keine Absprache oder ähnliches. 5 Monate später fahre ich nach Barcelona. Um 4 Uhr morgens treffe ich auf der Rambla, wieder rein zufällig, Julia. Wie ist die Wahrscheinlichkeit dass sowas passieren konnte? Grüße DH

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1 Antwort

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Die Wahrscheinlichkeit ist so unglaublich klein das man fast sagen könnte, das ist kein Zufall mehr sondern das ist schon Schicksal.

Avatar vor von 481 k 🚀

Mit welchen Zahlenwerten oder Kriterien soll man das berechnen?

Die WKT ist sicher kleiner als 1/10^500 (Urknall).

Mit welchen Zahlenwerten oder Kriterien soll man das berechnen?

Frage im Freundes und Bekanntenkreis, wem etwas ähnliches schon mal passiert ist. Ganz so unwahrscheinlich wie der Urknall ist es nicht.

Auch mir ist etwas ähnliches passiert. Als ich einmal Urlaub im Ausland gemacht habe ist eine Bekannte im Nachbarhotel abgestiegen und wir haben uns zweimal noch im Urlaub zufällig getroffen ohne uns abzusprechen.

Aber gerade, wenn es bei touristische Attraktionen passiert, die man besucht ist das zwar selten kommt aber doch deutlich öfter Vor als ein Urknall. Meines Wissens nach gab es da bisher nur einen ;)

Ich habe einmal nach vielen Jahren ein Mitschüler zufällig in Venedig getroffen.

Ich sah ihn nur zufällig von einer Erhöhung aus, bevor ich auf ihn zuging um mich zu vergewissern.

Dennoch stellt sich die Frage, mit welchen Annahmen man arbeiten könnte

(vgl. Drake-Formel).

Wissens nach gab es da bisher nur einen ;

Auch dazu gibt es unbeweisbare, hochspekulative Gegenthesen.

(Multiversum, in dem immer wieder nach Kontraktionen solche Knalls stattfinden

Oder die Theorien zum Quantenfluktuationsvakuum, holografischen Universum o.ä.)

Mit welchen Annahmen würdest du hier zu Werke gehen um eine mehr oder wenige sinnvolle WKT zu berechnen?

Mit welchen Annahmen würdest du hier zu Werke gehen um eine mehr oder wenige sinnvolle WKT zu berechnen?

Ich denke gerade, was das Zusammentreffen von Personen angeht, gibt es da keine allgemeine Herangehensweise, weil das von sehr vielen verschiedenen Faktoren abhängt.

Gehe ich mit einem Freund durch eine Einkaufsstraße, dann treffe ich vielleicht mal auf einen, den ich kenne. Der Freund, mit dem ich allerdings gehe, der trifft, wenn es schlecht läuft, nur 10 Leute, die er kennt.

Woran mag das liegen?

Vielleicht kenne ich einfach viel weniger Leute als mein Freund.

Vielleicht halte ich mich viel weniger in der Stadt auf als er?

Vielleicht trifft beides gleichzeitig zu oder es liegt an noch anderen Gründen, die ich noch nicht genannt habe?

Anderes Beispiel. Ich habe mich neulich mit jemandem über Musik und alte Schlager und ein ganz bestimmtes Lied unterhalten. Und noch während wir uns unterhalten wird genau das Lied, über das wir uns unterhalten haben, im Radio gespielt.

Auch passiert mir es relativ häufig, dass ich mich wie in einem Dejavu fühle. Plötzlich bin ich in einer Situation, die ich meine schonmal erlebt zu haben und mein Gegenüber sagt dann auch genau den Satz, von dem ich vorher schon wusste, dass er ihn sagen würde.

Vermutlich gibt es da auch ganz viele andere, die das kennen. Aber da gibts sicher keine allgemein zutreffenden Formeln, wie wahrscheinlich das jetzt ist.

Das hat auch etwas mit der Psyche zu tun. Beispiel: Jemand in deinem Umfeld ist schwanger. Plötzlich siehst du überall schwangere Menschen. Das kommt daher, dass man bewusster auf sowas achtet. Oder du interessierst dich für ein Produkt, was du kaufen möchtest und siehst es plötzlich in sämtlichen Prospekten. Das ist kein Zufall, du hast nur vorher nicht darauf geachtet.

Ich denke, für so etwas lässt sich keine Wahrscheinlichkeit berechnen. Und wenn, dann ist sie sowieso äußerst gering. Aber vielleicht wurde der FS von Julia gestalkt und das war alles gar kein Zufall? Wer weiß...

Zitate zum Thema ZUFALL:

Der Zufall sorgt im Drehbuch der Wahrscheinlichkeiten für die Knalleffekte.

Der Zufall konterkariert die Arroganz der Wahrscheinlichkeit.

Nichts ist Zufall im Leben. Nicht einmal der "Zufall".

Während die Wahrscheinlichkeit noch akkurat rechnet, diktiert nicht selten der Zufall schon sein Ergebnis

Zufall ist, wenn Ereignisse kausal inkognito reisen.

Der Zufall vergisst gerne mal die Arithmetik der Wahrscheinlichkeit.

Der Zufall ist manchmal der einzige Lichtblick.

Was kümmern den Zufall Zahlenwerte und Prozente.

Zufall ist nur ein Mangel an Information.

Viele Einfälle sind Zufälle.

Was wir Zufall nennen, ist der Zufluchtsort der Unwissenheit.

Es gibt Zufälle, an denen sind noch die Fingerabdrücke Gottes.

Der Zufall ist vielleicht Gottes Deckname, wenn Gott sich nicht zu erkennen geben

will.

Der Zufall ist der einzig legitime Herrscher des Universums.... (NAPOLEON)

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