Die Lösungen in der komplexen Zahlenebene liegen auf einem Kreis mit dem Radius \(\sqrt[3]{8}=2\) und dritteln diesen, weshalb sich die Winkel um je 120° unterscheiden.
Die erste Lösung bekommt man durch stumpfes Ziehen der dritten Wurzel, wenn man die Polarform \(z=r\mathrm{e}^{\mathrm i\pi\varphi}\) verwendet. Beim Wurzelziehen wird vom Betrag entsprechend die Wurzel gezogen und der Winkel gedrittelt. Ausgehend von dieser Lösung findet man die anderen Lösungen durch Addition von 120° bzw. 240° zum Winkel.
Das funktioniert bei sämtlichen Gleichungen der Form \(z^n=w\).
Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Wurzel_(Mathematik)#Wurzeln_aus_komplexen_Zahlen
In deinen Unterlagen sollte es irgendwo etwas Entsprechendes geben, also was die Lösung solcher Gleichungen angeht.
Warum die hier vorgeschlagenen Ansätze diesen Standardweg nicht aufgreifen, ist mir unklar. Es ist allerdings überhaupt nicht schlimm, dass du darauf nicht gekommen wärst; das ist nämlich überhaupt nicht nötig.