0 Daumen
209 Aufrufe

Es ist peinlich, aber im Studium, nach vielen Module ohne Mathe, kann ich nicht mehr ausklammern...
Ausgangslage: x(v-(p+lambda(x(1+gamma)+u)))
ausgeklammerte Version (Profs Lösung): x(v-p)-lambda*x^2-lambda*x^2*gamma

Problem: ich weiß nicht, wie ich selber darauf gekommen wäre...

kann es mir jemand bitte wirklich Schritt für Schritt so erklären, als würde man das Ausklammern jemandem zum 1. Mal beibringen? Ich muss in das Thema langsam wieder reinkommen :D

Danke!

Avatar vor von

Irgendetwas stimmt da nicht. Wo ist das u denn hin? Hier wurde außerdem nicht nur ausgeklammert, sondern offenbar erstmal ausmultipliziert und dann teilweise ausgeklammert. Was soll das Ziel sein?

... ausklammern in einer Gleichung

Es ist keine Gleichung.

Sorry, habe die Lösung dann vermutlich falsch abgeschrieben. Das Ziel war einfach nur, von der Ausgangslage zu der Version zu kommen, wo x einigermaßen freisteht glaube ich… weil wir danach abgeleitet haben. Ich habe die Zwischenschritte aber leider nicht verstanden

Es ist keine Gleichung.

Du pfuschst doch sonst auch immer in den Beiträgen anderer herum und korrigierst sowas. Wieso jetzt auf einmal nicht?

Die vielen runden Klammern machen das Ganze ja richtig übersichtlich!

@Moliets ja stimmt, es ist mir gar nicht aufgefallen, ich hab’s einfach wie in der Lösung hier abgeschrieben… ich muss aber sagen, dass ich die Rechenschritte von @döschowo direkt nachvollziehen konnte. Einfach immer die innerste Klammer langsam auflösen… :)

Das lernt man "eigentlich" in Klasse 7. Eigentlich deswegen, weil Aufgaben mit mehreren verschachtelten Klammern für "zu schwierig" empfunden werden und somit in keinem neueren Schulbuch mehr auftauchen. Man kommt also gar nicht dazu, die entsprechenden Rechengesetze intensiv zu trainieren. Es ist daher überhaupt nicht verwunderlich, dass Studenten damit maßlos überfordert sind. Zu meiner Zeit wurden solche Aufgaben - in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen - auf und ab gerechnet.

Ich habe es erst heute wieder erlebt als es um die Potenzgesetze ging.

Aufgaben heute:

Wende ein Potenzgesetz an.

a) \(5^3 \colon 5^2\)

b) \(2^4\cdot 8^4\)

Schreibe ohne negativen Exponenten.

a) \(2^{-3}\)

b) \(\frac{1}{3^{-4}}\)

Aufgaben damals:

Vereinfache so weit wie möglich.

\(\frac{8x^3y^{-2}z^5}{2^4x^{-2}y^5(4z)^{-3}}:\frac{3x^2y}{9^2y^{-2}z^{3}}\)

Die Schüler/Studenten können leider nichts dafür, dass sie nicht vernünftig aufs Studium vorbereitet werden. Oder vielleicht doch?

@Apfelmännchen Ich glaube, die Grundlagen dazu hatte ich früher schon einmal, allerdings studiere ich inzwischen im BWL-Master (7. Klasse ist also etwas her...) und hatte seit einigen Semestern keine stark mathematisch geprägten Veranstaltungen mehr. Daher bin ich etwas aus der Übung. Will der Schule jetzt keine Schuld geben...
In der Uni ist für mich gerade etwas herausfordernd, dass bei manchen Umformungen mehrere Rechenschritte übersprungen werden. Wenn direkt von der Ausgangsgleichung zur ausgeklammerten oder vereinfachten Form übergegangen wird, verliere ich den Überblick darüber, was genau dazwischen passiert ist. Ich weiß, dass solche Umformungen im fortgeschrittenen Studium eigentlich vorausgesetzt werden. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass man ohne regelmäßige Anwendung mathematisch schnell aus der Übung kommt

Es ist vollkommen normal, dass Zwischenschritte weggelassen werden. Auch in Fachbüchern und sonst wo. Es gehört dann zum Selbststudium, diese Dinge ggf. selbstständig noch einmal nachzurechnen (die Uni ist nicht dafür da, die Grundlagen noch einmal zu wiederholen). Die Grundlagen dazu wurden ja auch "eigentlich" in der Schule gelegt, siehe meine obigen Ausführungen dazu.

Es ist richtig, dass man schnell aus der Übung kommt, wenn man die Gesetze nicht regelmäßig anwendet, aber genau das ist die Kritik am Bildungssystem, wenn man die Aufgabenstellungen von oben einmal vergleicht. Man kommt als Schüler heutzutage gar nicht mehr in den "Genuss", irgendwelche Rechenfertigkeiten zu trainieren, vor allem schon deswegen nicht, weil die einfachsten Rechnungen früher oder später schon durch den Taschenrechner ersetzt werden. Meiner Meinung nach kann man dort als tatsächlich irgendwo den oder die Schuldigen suchen.

Eine typische Abituraufgabe im Hilfsmittelteil erfordert heutzutage eigentlich nur noch, dass man die Aufgabe inhaltlich versteht und die mathematischen Ansätze kennt. Wirklich gerechnet wird kaum noch. Aber selbst daran scheitert schon der Großteil der Schüler. Insofern stelle ich gerne in Frage, ob das Abitur heutzutage wirklich noch eine Befähigung zum Studium darstellt.

Eine gute Übung ist es übrigens, die Zwischenschritte mal selbst versuchen durchzuführen. Es gibt da grundsätzlich viele Wege, die zum Ziel führen, solange man sich an die mathematischen Regeln hält. Wie in diesem Fall aber auch schon festgestellt wurde, wurde - aus welchen Gründen auch immer - ein Term einfach weggelassen.

Klare Aussage aus der didaktischen Fachwelt : Es ist ein fundamentales Missverständnis, dass die Schule die Schüler studierfertig abzuliefern hat.

(Kristina Reiss, PISA-Koordinatorin, laut [Tagesspiegel 2017])

Warum nicht vollständige Quelle? Was ist denn so schwer daran?

https://www.tagesspiegel.de/wissen/der-aufstand-der-mathelehrer-4921984.html

1 Antwort

0 Daumen
 
Beste Antwort

\( x(v-(p+\lambda(x(1+\gamma)+u))) \)

\(= x(v-(p+\lambda(x+x\gamma+u))) \)

\(= x(v-(p+\lambda x+\lambda x\gamma+\lambda u)) \)

\(= x(v-p-\lambda x-\lambda x\gamma-\lambda u) \)

\(= x v-x p-\lambda x^2-\lambda x^2\gamma-x \lambda u \)

\(\neq x(v-p)-\lambda x^2-\lambda x^2 \gamma \)

("Profs Lösung", wobei der letzte Subtrahend vergessen ging)

Avatar vor von 48 k

Danke sieht sehr verständlich aus! also ich kann definitiv erkennen, wo was passiert.

Und die Endlösung hatte ich vermutlich falsch abgeschrieben…

Es bleibt mir ein Rätsel, was der "Prof." da macht. Wenn es um anschließendes Ableiten geht, wieso klammert man \(x^2\) nicht auch aus?

Das weiß ich nicht :D aber im nächsten Schritt haben wir abgeleitetblob.png


Der letzte Subtrahend fehlt noch immer. Oder man hat vielleicht gemerkt, dass u = 0, dann könnte er weg.

Und die Endlösung hatte ich vermutlich falsch abgeschrieben…

Das Wort könnte man mit Gewinn durch ein anderes ersetzen.

Ein anderes Problem?

Stell deine Frage

Willkommen bei der Mathelounge! Stell deine Frage einfach und kostenlos

x
Made by a lovely community