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Zielerfüllung in 100%.

Mein Ziel ist es eine Aufgabe in 6 Std zu erfüllen dann hab ich einen Erfüllungsgrad von 100 %. Ich habe die Aufgabe aber in 2,88 Std erledigt, wie ist dann mein Erfüllungsgrad in Prozent?
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4 Antworten

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Da gibt es sicher verschiedene Sichtweisen. Auf der einen Seite könnte man sagen eine Aufgabe kann nicht übererfüllt werden. d.h. du hättest trotzdem nur einen Erfüllungsgrad von 100%.

Auf der anderen Seite könntest du sagen, wenn du die Aufgabe in 2.88 h im Gegensatz zu 6 h erfüllt hast könntest du in 6 h also 6 / 2.88 = 2.083 mal eine gleichartige Aufgabe lösen. Damit wäre dein Erfüllungsgrad 208.3%.

Das kommt hier also ganz auf den Kontext an in dem man das Problem sieht.
von 293 k
Beispiele aus der Praxis. Dem Professor ist es egal ob du eine Übung in 6 h oder in 2.88 h erfüllst. Du bekommst für eine schnellere Lösung keine bessere Punktzahl.

Deinem Arbeitgeber ist es später nicht egal ob du eine Aufgabe in 6 h oder in 2.88 h erfüllst, solange die Ausführungen gleich gut sind. Schaffst du mehr, kannst du besser Bezahlt werden. Zu könntest dann also doppelt so viel verdienen wie jemand der die Aufgabe nur in 6 h schafft.
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Das ist wahrscheinlich eine Aufgabe aus dem Bereich Antiproportionalität, ein Wert sinkt, der andere Wert steigt.

a ist proportional zu 1 / b

Wir berechnen zuerst den Antiproportionalitätsfaktor:

6 Std * 100 % = 6 Std

Dann berechnen wir den neuen Wert:

6 Std / 2,88 Std = 2,0833... ≈ 208,33 %

Siehe auch Lektion Antiproportionalität.

von 7,6 k
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Das kann man ohne Kenntnis der Art und Weise, wie der Erfüllungsgrad zu berechnen ist, nicht sagen. Wenn man es ganz einfach machen will, dann kann man den Erfüllungsgrad E ( t ) so definieren (t ist dabei die zur Erfüllung der Aufgabe benötigte Zeit in Stunden):

E ( t ) = 6 / t

Für t = 6 h erhält man also:

E ( 6 ) = ( 6 / 6 ) = 1 = 100 %

Für t = 2,88 ergäbe sich:

E ( 2,88 ) = 6 / 2,88 = 2,08333... = 208,333... %


Wenn man es etwas komplizierter gestalten will, kann man auch festlegen, dass der Erfüllungsgrad ab einer bestimmten Bearbeitungsdauer (z.B. ab der doppelten, vorgesehenen Dauer, vorliegend also ab 12 h) 0 % betragen soll und der Erfüllungsgrad einen linearen Verlauf hat. Dann käme man auf folgende lineare Funktion:


E ( t ) = - ( 1 / 6 ) * t + 2

Für t = 6 ergäbe sich daraus

E ( 6 ) = 1 = 100 %

und für t = 2,88:

E ( 2,88 ) = 1,65 = 165 %


Es geht sicher auch noch komplizierter, mir würde da z.B. einfallen, dem Ganzen die Normalverteilung zugrunde zu legen. Das mache ich aber nur auf Wunsch - und auch dann nur vielleicht ... :-)

Was jeweils sinnvoll ist, muss im übrigen der Auswerter entscheiden.
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Hallöchen alle miteinander,

rein vom Wortstamm her ist die Herangehensweise


"Auf der einen Seite könnte man sagen eine Aufgabe kann nicht übererfüllt werden. d.h. du hättest trotzdem nur einen Erfüllungsgrad von 100%."


schon genau die richtige.

Bearbeitungsdauer und Erfüllungsgrad haben keinerlei Restriktionen zueinander. Eine Aufgabe kann sowohl langsam als auch schnell und in beiden Fällen gut (hoher Erfüllungsgrad) oder schlecht (niedriger Erfüllungsgrad) erledigt werden.
Es mag zwar gewisse Korrelationen zwischen schnell und schlecht geben aber das ist meist der Natur der Sache geschuldet.

Der Grad von etwas ist, sofern ich das richtig überblicke, ein Verhältnis von zwei Mengen gleicher Einheiten zueinander, ergo einheitenlos.

Also ist ein Erfüllungsgrad völlig zeitunabhängig.

Setzen wir jedoch den Erfüllungsgrad, nur mal für Spaß, mit einem gewissen Arbeitspensum (W) gleich um ihn zu erreichen, dann bekämen wir die Zeit wieder rein, in dem wir es vielleicht Erfüllungsleistung (P) nennen. In Anlehnung an P=W/t.

Hieße hoher Erfüllungsgrad in kurzer Zeit = hohe Erfüllungsleistung.


Meine Ansicht, darf jeder anders sehen.

Immer schön schlau bleiben Leute

von

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