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Aufgabe:

Bei einer Naturkostkette besitzen die meisten Kundinnen und Kunden ein Konto für Online-Bestellungen. Im Folgenden werden ausschließlich diese Personen betrachtet. 72 % der Personen sind jünger als 50 Jahre. 18 % der Personen sind jünger als 50 Jahre und wohnen nicht in einer Großstadt. Der Anteil der Personen, die in einer Großstadt wohnen, beträgt 75 %. Es soll davon ausgegangen werden, dass in einer zufälligen Auswahl von Personen die Anzahl derjenigen, die in einer Großstadt wohnen, binomialverteilt ist.

Beurteilen Sie die folgende Aussage:

Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine zufällig ausgewählte Person in einer Großstadt wohnt und nicht jünger als 50 Jahre ist, ist etwa halb so groß wie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine zufällig ausgewählte Person entweder in einer Großstadt wohnt oder nicht jünger als 50 Jahre ist.


Problem/Ansatz:

G: Lebt in einer Großstadt ; J: ist jünger als 50 Jahre ; Ä: Älter als 50 Jahre (Ich nehme Ä statt J quer, da ich es nicht schaffe einzugeben)

In der vorherigen Aufgabe habe ich eine Vierfeldertafel aufgestellt. Deren Werte nutze ich nun für diese Aufgabe.

Meine Idee war jetzt, mit dem dem Additionssatz zu arbeiten. P(A∪B) = P(A)+P(B)–P(A∩B)

1. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine zufällig ausgewählte Person in einer Großstadt wohnt und nicht jünger als 50 Jahre ist: P(A∩B) = 0,21

2. Die Wahrscheinlickeit für eine zuällige Person aus einer Großstadt ist P(G)= 0,75

3.  Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine zufällige Person nicht jünger als 50 Jahre ist ist P(Ä) = 0,28

4. Additionsformel für diese Aufgabe: P(G∪Ä) = P(G)+P(Ä)-P(G∩Ä)

5. Werte eingesetzt: P(G∪Ä) = 0,75 + 0,28 - 0,21 = 0,82

Laut Lösung heißt es: Die Aussage ist falsch, da 0,54+0,07=0,61 deutlich größer ist als 2*0,21 .

Habe ich den Additionssatz falsch angewendet?

Avatar vor von

In der Fragestellung geht es um das ausschließende "oder", also "entweder-oder". Die "Vereingung" von 2 Ereignissen, \(A\cup B\), bezeichnet alles, was zu A oder zu B gehört und auch alles, was zu beiden gehört.

Wenn Du die Werte in der Lösung mit Deiner Tafel vergleichst, kannst Du das nachvollziehen.

Der Additionssatz, den Du zitiert hast, gilt in der Form, wenn A oder B oder beide eintreten. Du ziehst dann die Wahrscheinlichkeit vom Durchschnitt ab, da dieser sonst doppelt gezählt würde.

Beim ‚entweder oder‘, also A oder B aber nicht beide gleichzeitig, mußt du den Durchschnitt sogar zweimal abziehen, da er ja in A und in B mitgezählt wurde.

Ich nehme Ä statt J quer, da ich es nicht schaffe einzugeben

Die Lösung nennt sich LaTeX.

Aus

blob.png

wird

\( \overline{J} \)

2 Antworten

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Dort steht ein entweder oder und nicht nur ein oder.

P(G oder nJ) = 0,28 + 0,75 - 0,21 = 0,82

P(entweder G oder nJ) = 0,28 + 0,75 - 2·0,21 = 0,61

Avatar vor von 495 k 🚀
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Habe ich den Additionssatz falsch angewendet?

Ja.

Avatar vor von 49 k

Man kann es, ganz ohne Additionssatz, in der Tabelle ablesen:


jünger als 50

nicht
jünger als 50
Total         

Großstadt
75 % * 72 %  
= 54 %
75 % * 28 %
= 21 %
75 %
nicht Großstadt25 % * 72 %
= 18 %
25 % * 28 %
= 7 %
25 %
Total

72 %

28 %

100 %

Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine zufällig ausgewählte Person in einer Großstadt wohnt und nicht jünger als 50 Jahre ist

(das sind 21 %)

... ist etwa halb so groß wie

die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine zufällig ausgewählte Person entweder in einer Großstadt wohnt oder nicht jünger als 50 Jahre ist.

(das sind 54 % + 7 %).

Diese Aussage ist falsch.

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