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Was ist Mathe?

Wieso existiert Mathematik? Wofür gibt es Mathe eigentlich?

Wer kommt auf so eine idee und bringt die Mathematik auf die Welt?

Wer hat das erfunden?

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Schau mal hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Philosophie_der_Mathematik

Die Philosophie der Mathematik ist ein Bereich der theoretischen Philosophie, der anstrebt, Voraussetzungen, Gegenstand, Methode und Natur der Mathematik zu verstehen und zu erklären.

3 Antworten

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Die Frage, wieso Mathematik existiert, lässt sich sicher auf sehr viele Weisen angehen. Hier mein freier Versuch:

Wenn wir aufwachsen, bemerken wir irgendwann, dass - nachdem sich eine grundlegende Sprache in uns gefestigt hat - Dinge gezählt werden können. Dabei meint "zählen", man kann statt "Apfel" plötzlich "zwei Apfel" (Äpfel) sagen und erhält die doppelte Menge an Nahrung von seinen Eltern. Es ergibt sich also ein deutlicher Vorteil gegenüber den Kindern, die nicht zählen können. Vor dem Zählen bemerkt das Kind natürlich, dass es "Apfel" sagt und dann plötzlich ein "Apfel" auf den Tisch gelegt wird :)

Diese Erkenntnis nennen wir später Abstraktion (wir verallgemeinern etwas). Statt den einen Apfel (und nur den) vor uns zu sehen und den nächsten Apfel als etwas ganz anderes einzuschätzen, ergibt sich plötzlich die Möglichkeit, beide Objekte zusammenzufassen und "zwei Äpfel" daraus zu machen.

Durch die Abstraktion können wir uns weitere Äpfel vorstellen, eins, zwei, drei, vier, fünf, .... usw. Mengen ergeben sich.

Mengen lassen sich wiederum auch zählen. Sozusagen eine Abstraktion einer Abstraktion (ich weiß nicht, ob das korrekt beschrieben ist, aber du verstehst sicher, was ich meine).

Kinder bemerken dann, dass sich neben Objekten wie Obst, Gemüse, auch Finger, Steine, Blätter usw. zählen lassen. Und zwar nicht nur einzeln, sondern auch zusammen. 3 Bananen und 3 Steine sind 6 Dinge / Objekte.

Die Mathematik ist der wahrscheinlich höchste Grad dieser Abstraktion, denn wir benötigen keine Objekte mehr, sondern verwenden die Zahlen bzw. Zahlzeichen "1", "2", "3" als eigenständige Objekte. Mit diesen können wir nun spielen und Sachen und Situationen schaffen, wie es uns beliebt. Du kannst sozusagen Gott deiner selbst geschaffenen Welt sein, du legst die Elemente fest, die darin auftauchen und du kannst sie miteinander in Verbindung bringen, sie kombinieren und anderes. Und damit wir nicht verrückt werden (Spaß), gibt uns die Mathematik einen Rahmen, eine abstrakte Beschreibung dessen, was möglich sein darf :-)

Später kommt man dann auf Ideen wie: Wenn ich immer etwas dazunehme, dann habe ich ja 1 + 1 = 2, dann 2 + 1 = 3. Und abstrahiere das, wenn ich es kurz ausdrücken möchte, indem ich nicht nur Zahlen, sondern allgemein Zeichen verwende. Zum Beispiel als Zuordnung mit f(x) = x+1 = y. Und man erschreckt sich vielleicht in dem Moment, wenn man sich fragt, wo denn das Ende der Zahlen ist?

Und dann stellt man fest, wenn man das Koordinatensystem kennenlernt, dass sich x und y wunderbar als Punkte einzeichnen lassen. Wenn man diese dann verbindet, erkennt man neue Zusammenhänge! Kann neue Schlüsse ziehen... zweidimensional, mit einer weiteren Achse auch dreidimensional. Kann sich Formeln / Beschreibungen für Kreise, Kugeln, etc. schaffen. Was für eine Welt!

Mathematik hilft uns also auch, Neues zu entdecken.

Gut, das war ein kleiner Ausflug. Ich hoffe, ein wenig davon hilft, die Frage nach der Existenz zu beantworten.

Liebe Grüße
Kai

Ein kleines Video als Ergänzung:

Avatar von 1,7 k

Sehr schön und verständlich!

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Mathematik hat sich nicht einfach mal einer ausgedacht und in die Welt gebracht, sondern sie war schon immer da. ;)

Stell dir mal vor, was ohne Mathematik passieren würde: Wenn du einkaufen gehst, musst du ja an der Kasse bezahlen. Aber wie willst du das machen, ohne dafür die Mathematik zu bemühen? Erstens könnte man nicht mal den Wert der Ware benennen (weil man ja keine Zahlen hätte), dann könnte man auch nicht die einzelnen Preise aufsummieren, ...

Ohne Mathematik wäre vieles nicht möglich: Z.B. würdest du jetzt nicht an deinem Computer sitzen und eine Frage hier stellen (weil es deinen Computer gar nicht geben würde).
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Mathematik ist ja eigentlich auch nichts anderes als eine ultra-präzise Sprache. Mit der Mathematik kann man den Wert eines Rindviehs halt nicht nur angeben mit "ungefähr so viel Wert wie viele Säcke Mehl", sondern mit "Das Rindvieh wiegt 200 kg und ein Sack Mehl ist so viel Wert wie 20 kg Rindvieh, also ist das Rindvieh 10 Säcke Mehl wert."
Avatar von 4,3 k
Mathematik war den höllenmeschen schon bekannt nur nicht so ausgeprägt sie hatten z.b. strichsysteme für das zählen und haben es in den Knochen eingeritzt Ein leben ohne mathe geht nicht
Gäb es kein mathe müsstest du auf alles verzichten was mit Technik zu tun hat z.b handy tv.... kein mathe → kein phsik und ich glaube niemand möchte in so einer Welt leben

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