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Aufgabe:

IMG_6016.jpeg

Paul Eigenmann, Aufgabe 1.4.165, ISBN 3-12-722310-2, 1981, S. 24.


Problem/Ansatz:

Text erkannt:

Wegn des kreisbogens gitt, dass \( A B C \) gleidsertig ist, \( 19180 \overline{A B}=\overline{A C}=\overline{B C} \). Nad dem Vinkelsmensatz gilt \( 180=3 \alpha \) 1:3
\( 60=\alpha . \)

Der Winkel \( \alpha \) betrigt \( 60^{\circ} \)

Servus Leute und zwar wollte ich wissen, ob ich diese geometrische Denkaufgabe richtig gelöst habe. Mir erschien es zu einfach….

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Vielleicht solltest du dazusagen, was B und was C sein soll…

Deine Lösung ist richtig. Aber das könnte auch Zufall sein. Dein Lösungsvorschlag ist jedenfalls nicht nachvollziehbar. Es fehlen die Bezeichnungen der Punkte in der Skizze, auf die du dich in der Lösung beziehst.

Vermutlich nahm er an, dass der Abstand von A zu den Mittelpunkten der Kreise gleich dem Radius derselben sei, was nicht der Fall sein muß.

Interessant ist, dass die Lösung α = 60° unabhängig vom Radius oder dem Mittelpunkt (in Grenzen) der Kreise ist.

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blob.png

Die Basiswinkel der gleichschenkligen Dreiecke habe ich mit β bzw. φ bezeichnet.

Unter Anwendung des Außenwinkelsatzes ergeben sich die eingezeichneten Winkelgrößen 2β , 2φ  und α+β.

Setzt man die Innenwinkelsumme des linken und des oberen Dreiecks gleich, folgt α+2β+2φ=2α+β+φ und damit β+φ=α.

Damit gilt 3α=180°.

Das Ergebnis stimmt also (zufälligerweise), aber die Begründung ist aus der Luft gegriffen.

Wir hätten nur dann ein gleichseitiges Dreieck, wenn β=φ vorausgesetzt wäre.

Avatar von 56 k 🚀

Vielen Dank dafür. Wie kommst du aber auf dieses 2β , 2φ?

Anwendung des Außenwinkelsatzes

So gilt in dem unteren gleichschenkligen Dreieck

(180 - β) + (180 - β) + x = 360 --> x = 2·β

Genau so geht das auch in dem oberen gleichschenkligen Dreieck. Ist das so klar oder soll ich die Außenwinkel einzeichnen?

Merke:

Außenwinkel
Jeder Innenwinkel hat auch einen zugehörigen Außenwinkel. Innen- und Außenwinkel ergeben zusammen immer 180°. Gleichzeitig ist ein Außenwinkel so groß wie die beiden gegenüberliegenden Winkel zusammen.

Ich danke dir vielmals. Ja wäre gut, wenn du sie einzeichnen würdest;)

Hier kann man gut erkennen, dass sich ein Außenwinkel als die Summe der 2 anderen Winkel darstellen lässt.

blob.png

Vielen lieben Dank :)

Wie kommt die Entscheidung dafür zustande, dass

Damit gilt 3α=180°. ?
Unter Anwendung des Außenwinkelsatzes ergeben sich die eingezeichneten Winkelgrößen 2β , 2φ  und α+β.

Setzt man die Innenwinkelsumme des linken und des oberen Dreiecks gleich, folgt α+2β+2φ=2α+β+φ und damit β+φ=α.

Damit gilt 3α=180°.

Hast du auch gelesen, was davor steht? Ergänze in der markierten Gleichung "=180°".

Danke für das Nachliefern von

Ergänze in der markierten Gleichung "=180°".

Solche Nachlässigkeiten sind ärgerlich und zeitraubend und kommen mir für meinen Geschmack bei in Mathematik Heimischen - diesem seriösen Metier nicht geerecht werdend - viel zu oft vor.

Ich erlaube mir die nächste Frage:

Das Ergebnis stimmt also (zufälligerweise), aber die Begründung ist aus der Luft gegriffen.

Wieso ''außer Spesen nichts gewesen''? Wieso kann auf dieses Rechenergebnis nicht gebaut werden?

Solche Nachlässigkeiten

Das ist keine Nachlässigkeit. Wenn man die Ausführungen sorgfältig liest, ergibt sich das direkt aus dem Markierten:

Setzt man die Innenwinkelsumme des linken und des oberen Dreiecks gleich, folgt α+2β+2φ=2α+β+φ und damit β+φ=α.

Damit dürfte klar sein, dass hier zwei Innenwinkelsummen gleichgesetzt werden, die bekanntermaßen 180° betragen. Die Problematik ist hier also an anderer Stelle zu suchen, aber nicht beim Autor des Kommentars.

Wieso kann auf dieses Rechenergebnis nicht gebaut werden?

Die Begründung des Fragestellers ist nicht ausreichend, weil es eben Zufall sein kann, dass das Dreieck gleichseitig ist. Das hat er aber nicht nachgewiesen. Ich gehe mal davon aus, dass er mit B und C die Mittelpunkte der Kreisbögen meint.

Der Fragesteller ist Eigenmann. Seine Frage lautet:

α = ?

Die Antwort ist α = 60°, gegeben von abakus

3α=180°

Das Dreieck links unten ist nicht zufällig gleichschenklig, sondern es kann gleichschenklig sein, denn für β und φ gilt nur

β+φ=α.

α = 60° gilt auch immer an der Kreuzungsstelle in Skizzen-Mitte, unabhängig von den Werten für β und φ.

In der folgenden Skizze habe ich es für 2β = 55° bzw. = 45° kontrolliert.

Eigmann63.jpg

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