Fragen aus der Mathematikolympiade beantworten?

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Müssen wir jetzt jeden fragen, ob seine Aufgabe mit der Mathematikolympiade zusammenhängt?

Wann genau besteht die Gefahr, dass etwas unfair ist?

Kann diese Olympiade da nicht selbst aufpassen?

Gefragt 16 Sep 2012 von Lu Experte CII
Ich weiß nicht, ich denke es gibt sehr viele Matheforen, in denen diese Fragen diskutiert werden!

Und wenn überall der gleiche Rechewnweg steht, können die Leute von der Matheolympiade googlen und wenn sie die fertige Lösung 1 zu 1 finden, diejenigen Teilnehmer schlechter bewerten, die kopieren!!!

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Es spielt glaube ich keine Rolle, ob die Fragen mit einem Lehrer, Freund, Kommilitonen oder anderen diskutiert und gelöst wird - oder hier im Forum.

Wenn die Fragen öffentlich sind, ist es doch nichts Ungewöhnliches (wenn nicht sogar absolut Normales), dass Fragen auch online diskutiert werden.
Beantwortet 16 Sep 2012 von Gast jb6577
Sind sie denn öffentlich?
da hast du recht,aber die anderen finden es unfair,wenn abgeguckt wird

denke ich also das ist meine meinung
+5 Daumen

Die Lösungen zu den aktuellen und vergangenen Mathematik-Olympiaden findet man oft im Internet. Bei 250.000 teilnehmenden Schülern wäre es verwunderlich, wenn niemand die Fragen im Internet stellen würde. Dementsprechend wird auch niemanden daran gehindert, entsprechende Aufgaben auf Mathelounge.de zu stellen bzw. zu beantworten.

Es sei jedoch erwähnt, dass das Urheberrecht zu beachten ist. Das heißt, es dürfen keine Texte 1:1 verwendet werden! Ansonsten kann der Fragesteller zur Verantwortung gezogen werden.

Im Übrigen: "Erfolgreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Schulrunde werden zur Regionalrunde eingeladen und schreiben dort eine mehrstündige Klausur." Quelle: http://www.mathematik-olympiaden.de/faqs.html

Wer also schummelt und sich besser stellt, wird spätestens bei der Klausur in der Regionalrunde scheitern.

Beantwortet 4 Okt 2013 von mathelounge Experte I
Das ist schade. Dem Andrang nachzugeben :/.


Die aktuellen Matheolympiade sind doch nicht immer ganz so leicht aufzufinden, da eigentlich generell alle dagegen vorgehen. Was nach dem Wettbewerb ist, ist ja egal und ist irrelevant.


Das Argument mit "die werden danach eingeladen" zieht nicht. Die, die es "verdienen" kommen erst gar nicht so weit, weil die mit Komplettlösung aus dem Internet die Regionalrunde überschwemmen.


:/
Und auch wenn in der Regionalrunde dann eh ausgesiebt wird: Man sollte doch nicht dazu beitragen, dass sich diverse Schüler mit fremden Lösungen und zumindest dem "Bestehen" der Schulrunde rühmen, wenn man es leicht verhindern kann.

Ich weiß auch nicht, wie die Aufgaben für die besagte mehrstündige Klausur ausgewählt werden, aber ich kann mir vorstellen, dass das Niveau irgendwann runtergeschraubt wird, wenn die ganzen Schüler mit den Internet-Lösungen den Eindruck erwecken, die Aufgaben seien zu schwierig.

Naja, zentral ist für mich, dass man Betrug in Wettbewerben nicht (insbesondere nicht wissentlich) unterstützen sollte. Etwas wie "ein paar andere machen das doch auch" oder "aber es wollen doch so viele betrügen" ist kein Argument, sondern eine andere Form von "Ist mir doch egal".

Und es ist auch nicht die Aufgabe der Veranstalter der Olympiade, gegen die Internet-Lösungen vorzugehen.

Spielen wir das doch mal durch: Da veranstaltet jemand einen Wettbewerb, dessen Aufgaben jeder Teilnehmer selbst lösen soll. Wenn hier jemand die Aufgaben kennt und sie in einer Frage wiedererkennt, soll er sich denken: "Ach, es gibt ja so viele, die gerne schummeln würden. Manche haben schon andere Leute gefragt und der hier hat noch keinen gefunden, der ihm beim Betrügen hilft. Na, da springe ich mal ein!".
Denn immerhin kann der Veranstalter ja den ganzen Tag lang das Internet durchforsten und alle Fragen zu seinen Aufgaben finden. Und wenn ihm nicht passt, dass betrogen wird, dann kann er das ja in den gestellten Fragen als Kommentar klarstellen.
Und wenn dann die falschen Leute durch die erste Runde kommen, ist der Veranstalter wieder selbst schuld; er hätte ja die Betrügerei im Internet besser verfolgen können.

Tja, klingt nicht sinnvoll... Zur gestellten Frage:
"Wann genau besteht die Gefahr, dass etwas unfair ist?"
Wenn jemand eine Wettbewerbsaufgabe von jemand anderem gelöst bekommt, dann IST das unfair. Wenn eine Frage zu einer Wettbewerbsaufgabe gestellt wird und niemand darauf hinweist bzw. eine Beantwortung verhindert, dann besteht die Gefahr, dass es unfair wird.

"Kann diese Olympiade da nicht selbst aufpassen?"
Nein! Wer Wettbewerbsaufgaben lösen lässt und wer diese für andere löst, der ist jeweils selbst dafür verantwortlich.
@Ché: 'Wann' war eher zeitlich gemeint. Kommentare dazu, dass eine Frage aus einem Wettbewerb stammte, kamen in der Regel ein paar Wochen, nachdem hier schon Lösungen standen und Diskussionen stattgefunden hatten.

Ich kann Mathelounge nur Recht geben. Wenn es nicht Aufgabe des Wettbewerbveranstalters ist, ein betrugssicheres System zu entwickeln, wessen Aufgabe ist es dann?

Die Konsequenz aus diesem Abschreiben ist, dass ein Schüler wissentlich die Lorbeeren trägt, die ihm nicht zustehen. Dass das keinen nachhaltigen Lebensentwurf bedeutet, können sich die meisten Menschen vorstellen. Wenn ein Schüler dies jedoch für eine gute Methode hält, dann hatte er diese Einstellung wahrscheinlich bereits vorher.

Ich finde, der Veranstalter ist gefragt, sein Vorauswahlsystem anzupassen, indem die Wettbewerbe auf Freiwilligkeitsbasis als Klausur in den Schulen durchgeführt werden.

Man muss es für durchaus zumutbar halten, dass der Veranstalter die heutigen Möglichkeiten der Schüler kennt, aufgrund derer er damit rechnen muss, dass die Lösungen unter Zuhilfenahme des Internets angefertigt werden.

Den guten Willen aller Beteiligten vorauszusetzen, kann in soweit als grob fahrlässig im Sinne des Fairness-Verwirklichungs-Anspruches des Veranstalters angesehen werden.

Im übrigen bin ich der Meinung, dass der Wettbewerb für talentierte Schüler gar nicht im Vordergrund steht und auch nicht stehen sollte, da die "gesellschaftliche Aufgabe des Talentes" (philosophisch gesprochen) nicht darin bestehen kann, Wettbewerbe zu gewinnen, sondern das Talent zum Wohle der Gesellschaft einzusetzen.

@Mister: Well put!
@Anonym: Grazie.
@Lu: Wenn bereits Lösungen geschrieben wurden, dann ist es schon unfair. Vorher kann man die Frage sicherheitshalber sofort schließen, sobald festgestellt wurde, dass es um eine Wettbewerbsaufgabe geht. Ansonsten kann man sich auch informieren, bis wann die Lösungen einzureichen sind, falls du das meinst.

@Mister: Na gut, auch wenn man vom Veranstalter ein sicheres System erwartet: Solange es das nicht gibt, hat man die Wahl, ob man die Lücken im System ausnutzt und anderen beim Betrügen hilft oder ob man den Wettbewerb unterstützt und Betrügerei ein Stück weit erschwert.

Den talentierten Schülern sollte es tatsächlich nicht darum gehen, Wettbewerbe zu gewinnen, um sich als besser als andere darzustellen. Aber die Herausforderung kann sicher Spaß und Förderung bedeuten. Ein "großer Sieg" macht sich bestimmt auch gut im Lebenslauf. Naja, über den Sinn der Wetbewerbe muss ja nicht noch diskutiert werden, für die Teilnahme hat sicher jeder irgendeinen mehr oder weniger sinnvollen Grund. Mir selbst gefallen die Wettbewerbe eigentlich auch nicht besonders, aber ich kann es verstehen, wenn jemand ehrgeizig daran teilnehmen möchte.

Und wie soll ein Schüler sein mathematisches Talent zum Wohle der Gesellschaft einsetzen?
Der Sinn der Wettbewerbe spielt doch aber eine ganz bedeutende Rolle in der Frage: Unterstütze ich den Wettbewerb oder nicht? Dies ist auch der Grund, warum man nicht kollektiv entscheiden kann: Wir mögen das oder wir mögen das nicht. Denn jeder hat eine andere Einstellung zu der Sache. Der Grundsatz der Offenheit gebührt, dass jeder für sich selbst entscheiden kann.

Ich sehe zum Beispiel nicht ein, warum ich mich einschränken soll, weil die Organisatoren des Wettbewerbs zu kurzsichtig sind, sich ein gutes System auszudenken :)

"Gut im Lebenslauf" wäre allerdings auch ein Motiv der Eitelkeit. Motive dieser Art führen signifikant öfter zu Betrügereien (schätz' ich mal). Deswegen finde ich das auch ein falsches Motiv.

Deiner letzten Frage ist eine gewisse Selbstironie inne. :)

Antwort: Zum Beispiel als Professor in der Ausbildung von Ingenieuren oder überhaupt als Teil des Bildungssystems und damit als Teil der volkswirtschaftlichen Rendite in 20 Jahren.
Das mit der Selbstironie darfst du mal erklären...

Aber ich denke nicht, dass ein talentierter Schüler (!) schon als Professor Ingenieure ausbilden kann... (und als Vorbereitung auf die Denkweisen im Mathestudium können ja vielleicht die Wettbewerbe helfen)
Ein Schüler sollte anstreben, sein Talent eines Tages zum Wohle der Gesellschaft einsetzen zu können.

Zum Erwerb der Denkweisen des Mathestudiums stehen dem Schüler viele Quellen zur Verfügung. Warum sollte er dafür auf einen Wettbewerb warten?

Ein Schüler kann natürlich nicht unmittelbar sein Talent zum Wohle der Gesellschaft einsetzen.

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